Züchterische Gedanken von Thomas Rist anlässlich der Jahreshauptversammlung am 25.03.2018

 

Am 18.02.1998 - also ziemlich genau vor 20 Jahren - wurde der Verein Schwarzwälderbracke (Wälderdackel) gegründet. Eine eher bescheidene Zuchtordnung ebnete den Weg zur Durchführung gezielter ZuchtmaßnahmenNach dem „Zufallsprinzip“ lässt sich eine Hunderasse nicht aufbauen. Denn das Ausüben der Zucht ist eine äußerst sensible, fachlich anspruchsvolle Angelegenheit und heißt zugleich, in Generationen zu denken.

Zwei Jahrzehnte Vereinszucht sind deshalb Anlass genug, den gegenwärtigen Stand der Zucht näher zu betrachten, Schwachstellen und Schwerpunkte zu analysieren und darüber hinaus Visionen aufzuzeigen.

Genetische Vielfalt:

Der Wälderdackel ist heute eine moderne, tierschutzkonforme Rasse entsprechend dem Typus eines Mischlings. Warum ist das so, könnte die Frage hierzu lauten!?

Die Antwort lässt sich mitunter so begründen: Die Zucht des Wälderdackels orientiert sich an natürlichen Prozessen. Entsprechend der Zuchtordnung wird u.a. die genetische Vielfalt = Heterosis (keine Engzucht, offenes Zuchtbuch)gefördert. Schönheitszuchteneine übertriebene Leistungszucht und rein auf den Gewinn orientierte Zuchtmethoden werden abgelehnt.Zu Beginn des Zuchtaufbaus habe ich darauf geachtet, dass kein „genetischer Flaschenhals“ entsteht.Entsprechend flexibel wurde der Standard aufgestellt.

Der Wälderdackel ist ein ursprünglicher, vielseitiger und zuverlässiger Jagdgebrauchshund. Zu seinen besonderen Fähigkeiten zählder Geruchssinn und seine vorzüglichen, angewölften Spur-, Fährtenlauteigenschaften. Diese „Naturanlagen“ wurden über viele Jahrzehnte über die Zucht genetisch fixiert. Häufiges trainieren und üben an gesundem Wild ist meist nicht erforderlich.

Dank dieser Eigenschaften eignet sich der Wälderdackel bestens für den Einsatz auf Bewegungsjagden. Durch seine präzise, eher langsame und laute Spur-, Fährtenarbeit, kann der Wälderdackel das Wild nicht reißen; dieses hat genügend Zeit, ohne großen Stress zu flüchten, auszuweichen und sich wieder zu verstecken. Aus ethischen Gründen gesehen ist dem Jäger, nicht wie bei gehetztem Wild, ein deutlich besseres Ansprechen (Einordnung, Erkennen) des anwechselnden Wildes möglich. Das gilt auch für die SchussabgabeDank seines vorzüglichen Geruchsinnes und seiner jagdlichen Dynamik kann der Wälderdackel auchals Nachsuchehund (Suchen von verletztem Wild) eingesetzt werden.

Das heutige Rassebild (Exterieur) des Wälderdackels entspricht im Wesentlichen dem Ursprungstyp (drei Schläge) des Wälderdackels, wie ich ihn in den 1980- Jahren als lokalen Hundeschlag in den Regionen des Schwarzwaldes vorgefunden habe.

Zur Erhaltung seiner genetischen Vielfalt ist ein nachhaltig großer Genpool (Heterosis), mitunter durch Einkreuzen nah verwandter Rassen und Gebrauchsschlägenotwendig.

Zur Wahrung der Mutterlinien und rassespezifischen Eigenschaften des Wälderdackels sind Rückkreuzungen nicht minder wichtig und unerlässlich(siehe Zuchtordnung Ziffer 1.1). In einer ausgewogenen Kombination beider Zuchtvarianten werden seine jagdlichen Anlagen, sein Wesen, seine Intelligenz und seine Gesundheitlangfristig und zugleich positiv im Erbgefüge gesichert.

Diesen Weg der Zucht habe ich von Anfang an bei dem Projekt Wälderdackel praktiziert und über Generationen ausgebaut.

Es ist und wäre durchaus möglich, ja sogar bequemer gewesen, den Wälderdackel über einen mittelfristigen Zeitraum, innerhalb der Linien reinrassig zu züchten und damit stärker zu typisierenallerdings mit nicht auszudenkendenirreparablen und gesundheitlichen Folgen. Natürlich musste ich Kompromisse eingehen und Korrekturen vornehmen.

Der Verein Schwarzwälder Bracke (Wälderdackel) hebt sich heute von der Masse anderer Zuchtvereine ab und bietet zugleich eine interessantetierschutzgerechte Hundezucht für den jagdlichen Gebrauch an.

Gesundheit

Durch eine möglichst große, genetische Vielfalt erfährt der Wälderdackel als kleine, isolierte Rasse die bestegenetischen Voraussetzungen, den Fortbestand seiner Population auf Dauer zu sichern und zu verbessern. Um derInzuchtdrift natürlichen Ursprungs entgegenzuwirken, müssen Einkreuzungen in einer Zuchtphase von acht- zehn Jahren öfters und mit System vorgenommen werden.Einmaliges Auskreuzen mit Fremdblut erzielt nach meinen Erfahrungen kein dauerhaftes und respektables Ergebnis.

Keinesfalls darf die Nachzucht aus solchen heterozygoten Auskreuzungen bei den anschließenden Zuchtmaßnahmen zu einseitig selektiert werden. Auch das Rückkreuzen in die direkte Mutterliniemacht wenig Sinn, denn die Zielsetzung einer nachhaltigengenetischen Vielfalt wäre schnell wieder zerstört.

Innerhalb des Zuchtbestandes gibt es bislang keinen “Flächenbrand von Krankheiten zu verzeichnen. Eigenständige Erbkrankheiten kommen erfreulicherweise nicht vor.Dennoch sind, wenngleich in sehr geringer Zahl, bei Hunden aus dem Zuchtbestand Krankheiten aufgetreten. Dies lässt sich aus meiner Sicht auch zukünftig nicht gänzlich verhindern. Zum Schutze des Zuchtbestandes muss diesen Dingen sehr sorgfältig nachgegangen werden, damit sich genetisch bedingte Erbkrankheiten nicht „einschleichen können.

Unsere Hunde werden vielfach alt. Die Leistungen der Sinnesorgane, die körperliche Leistungsfähigkeit und die Gesundheit der Zähne, bleiben häufig bis in das hohe Alter erhalten. Die Welpen kommen auf natürliche Weise zur Welt, was bei vielen Hunderassen oft nicht mehr der Fall ist. Inzuchtdepressionen sind nicht festzustellen.

Hierbei ist anzumerken, dass ich die Zucht bislang ohne technische Hilfestellungen (elektronische Zuchtprogramme, genetische Datenbank etc.) ausgerichtet habe.

Standardgerechte Hunde mit einem hohen Genpool verdienen eine besonders hohe ZuchtwertschätzungWertvoll ist der gesunde Hund.

Selbstverständlich können auch Mischlinge krank werden. Dennoch belegen wissenschaftliche Studiendass diese deutlich weniger krankheitsanfällig sind als Hunde aus Engzuchten und „Rassenwahn“.

Aber auch das „System Mischlingszucht“ ist nicht unerschöpflich und hat durchausseine Tücken! Bei praktizierter Generationenzucht müssen die Blutlinien des Wälderdackelswie zuvor beschrieben, genetischreaktiviert und zugleich nachhaltig aufgefrischt werden.

Zugleich ist eine solche Zuchtform nicht minder anspruchsvoll als das Züchten anderer Hunderassen auf Reinrassigkeit.

Deckrüden und Hündinnen sollten maximal dreimal für die Zucht eingesetzt werdenwobei verwandtschaftliche Zusammenhänge innerhalb der Linien mit zu berücksichtigen sind (siehe Zuchtordnung Ziffer 1.1 und 2).Wiederholungspaarungen sind zu vermeiden.

Weniger ist mehr und alles braucht seine Zeit. Die Zucht muss sichschwerpunktmäßig auf die Gesundheit der Hunde konzentrieren.Optimale genetische Voraussetzungen sind hierfür notwendigDiese sind zugleich das Fundament aller weiteren Bestrebungeninsbesondere dafür, die Leistungsfähigkeit einer Hunderasse zu erhalten.

Von einheitlichen Hundebildern sollten sich aktive und zugleich werdende Züchter unseres Vereins lösen. Dies heißt aber nicht, dass man bei einer auf Heterosis ausgerichteten Zucht, keine schönen und dem Rassestandard entsprechende Hunde züchten kann.

Besuchen Sie unsere Zuchtschauoder Homepage, und schauen Sie sich die Hunde genau an. Der Wälderdackel besticht durch seine natürliche Schönheit in unterschiedlichen Schlägen und durch seine AusstrahlungMitunter deshalb erfährt er immer mehr Aufmerksamkeit in Jägerkreisen.

Jagdlicher Gebrauch

Auch hier bietet der Zuchtbestand beste Voraussetzungen, denn all unsere Zuchthunde standen und stehen bis heute im jagdlichen Einsatz. Viele Ahnen bestehender Zuchtlinien absolvierten nie eine Prüfung. Das ist teilweise auch heute noch bei einigen wenigen Zuchthunden der Fall. Dennoch sind und waren es exzellente Jagdgebrauchshunde, manchewurden sogar zu Legenden.

Die aktuellen, sehr sorgfältig ausgearbeiteten Prüfungsmodelle sind deshalb schwerpunktmäßig auf den jagdlichen Gebrauch ausgerichtet, und es geht primär nicht um „Spitzenhunde“ und Siegerpunkte.Darüber hinaus arbeitet der Verein in all seinen Statuten mit vielen Sollregelungen und keinesfalls maßregelnd!

Natürlich kommt es vor, dass Hund und Führer eine Prüfung nicht bestehen oder es gibt Ausschlüsse bei der Zucht. Man kann dann von „natürlicher Selektion“ sprechen. Das heißt aber noch lange nicht, dass der betroffene Hund für den Führer wertlos ist.

Bestrebungen des Vereins sind, dass alle Zuchthunde über eine bestandende Anlagenprüfung verfügen, siehe Ziffer 2 der Zuchtordnung. Denn hier werden die angewölften Eigenschaften geprüft, wie Spurlaut und Spurarbeit am nicht sichtigen Hasen mit Sicherstellung der Schussfestigkeit.

Der Verein bietet seinen Mitgliedernzum Nachweis dieser jagdlichen Anlagen einige gute Niederwildreviere an. Machen sie davon Gebrauch. Das ist eine eindringliche Bitte von mir!

Zuchtgeeignete Hunde mit bestandener Anlagenprüfung haben grundsätzlich Vorrang bei den Zuchtplanungen des Vereins, soweit dies innerhalb der Linienführung möglich ist.

Wesen

Abschließend möchte ich als Kenner und Züchter der Rasse Schwarzwälder Bracke (Wälderdackel) auf das Wesen etwas intensiver eingehen. Denn als Käufer/ Interessent sollte man in groben Zügen wissen, was mit dem Kauf eines Welpen auf einen zukommt oder zukommen kann. Nachstehende Ausführungen sollen dazu beitragen, den Wälderdackel besser zu verstehen und kennenzulernen.

Der Wälderdackel ist sehr intelligent,mutig und zugleich vorsichtig, anhänglich, sensibel, treu und wachsam. Er liebt seine Familie, ordnet sich in diese ein und ist auch dazu bereit, sie zu verteidigen.Fremden gegenüber ist er oft misstrauisch.

In Verbindung mit seiner Wachsamkeit (er wurde auf den Schwarzwaldhöfen auch als Hof-, Wachhund verwendet) und durch den genetisch ausgeprägten Spur-, Fährtenlaut, kann der Belltrieb im häuslichen Umfeld auch etwas stärker sein und sich weiter entwickeln. Dies sollte man im Auge behalten und wenn erforderlich, darauf einwirken und korrigieren. Manche Hunde bleiben nicht gerne alleine. Auch das sollte man innerhalb der Familie berücksichtigen und erzieherisch verträglich regeln.

Der Wälderdackel entscheidet gerne selbstständig und man muss ihn dabei gelegentlich korrigieren. Dies hängt mit seiner jagdlichen Verwendung zusammen. So ist beim Stöbern, häufig in fremden, unzugänglichen Jagdgebieten,Eigenständigkeit und selbstständiges Handeln der Hunde erforderlich. Dies ist zugleich der Schlüssel zum jagdlichen Erfolg.

Bei übertriebener Härte ist der Wälderdackel vielfach nachtragend. Ewird unsicher, und sein Vertrauen zum Führer geht verloren. Wie bei uns Menschen gibt es unterschiedliche Charaktere. Die Bandbreite geht von ganz ruhig bis dynamisch aktiv.

So früh wie möglich sollte man die Hunde zur Ruhe und Besonnenheit erziehen und bei der weiteren Ausbildung äußerst konsequent sein. Die Hunde sind intelligent genug, Vieles zu umgehen und auszureizen.

Unkontrolliertes und zu frühes Jagen ist zu vermeidenAnzustreben ist eine solide Grundausbildung,ausgerichtet auf den Gehorsam und auf eine enge Führerbindung. Die jagdlichen Anlagen schlummern in den Genen und entwickeln sich schnellerals man denkt.

Auch einen „aufgedrehten und zappeligen Welpen kann man mit etwas Geduld und fachlichen Kenntnissen zu einem brauchbarenund zuverlässigen Jagdhund ausbilden. Die meisten Fehler entstehen bereits in den Anfängen der Erziehung und darüber hinaus während der Abrichtung mangels fachlicher Kompetenz und mangelnder Konsequenz!

Auf der Jagd ist der Wälderdackel scharfsinnig und passioniert. Er ist sehr robust, ausdauernd (Laufhund),körperlich belastbar und ein treuer Jagdgefährde.

Die kontrollierte Wildschärfe ist meist gut oder sehr gut ausgeprägt (auch auf Schwarzwild). Die Hunde verfügen über einen ausgeprägten Orientierungssinn und sind deshalb geradezu prädestiniert für die Stöberarbeit. In aller Regel jagen sie führerbezogen und nicht zu lang. Der Wälderdackel gehört ausschließlich in Jäger- und jagdliche Hundeführerhände.

Sein Sozialverhalten ist sehr gut. Um dieses nachhaltig zu fördern, empfehle ich den Besitzern, mit Ihren Welpen eine fachlich gut ausgerichtete Hundeschule zu besuchen. Denn dort wird durch den Kontakt zu anderen Welpen und Hunderassen die weitere Entwicklung optimal gefördert. Darüber hinaus kann man von den Trainern vielfach gute Anleitungen und Tipps bekommen.

Thomas Rist

Kenzingen, den 25.09.2018

 

(diese fachlichen Ausführungen sind urheberrechtlich geschützt)

 

 

 

Zuchtschau am 10.06.2018

Bei herrlichem Sommerwetter fand im schönen Dreisamtal bei Buchenbach die Zuchtschau statt.

Wie schon in den Jahren zuvor organisierte unser Vereinsmitglied Tobias Heim alles Wesentliche vor Ort. Die Teilnehmer einschließlich der Gäste wurden über den Tag hinweg bestens betreut und bewirtet.Hierfür ein herzliches Dankeschön und Waidmannsheil!

Zur Zuchtschau selbst:

Vorgestellt und bewertet wurden insgesamt 19 Hunde aus den Jahrgangswürfen 2013- 2017die meisten davon stammen aus den Würfen 2017.

Zur Förderung der genetischen Vielfalt wurden zurückliegend verschiedeneGebrauchskreuzungen durchgeführt.Hierdurch soll der in der Rassehundezucht nicht unproblematische, genetische Flaschenhals, langfristig verhindert werden.Einige Hunde aus diesen Zielpaarungen waren bei der Zuchtschau vertreten.

Als Zuchtwart der Schwarzwälder Bracke (Wälderdackel) stehen für mich nachstehende Eigenschaften im Vordergrund:

Genetische Vielfalt= Heterosis, Gesundheit, Wesen und jagdlicher Gebrauch

Insgesamt präsentierte sich die vorgestellte Nachzucht äußerst frisch, kräftig und typvoll. Bei der Grundbeurteilung des Wesens ging die Tendenz mehrheitlich zu ausgeglichenen, ruhigen Hunden. Bei derBewertung von körperlichen Merkmalen, wie Habitus, Sprungkraft, Haarkleid und Gebiss (kräftige Reiß-, Backenzähne), waren die Ergebnisse vorzüglich. Zahnfehler tauchen bei unserer Rasse fast nicht auf.

Alle Hunde konnten den drei Schlägen entsprechend dem Standard zugeordnet werden. Das untere -, obere Widerristmaß (28-40 Zentimeter) wurde nahezu eingehalten.

„Weisermerkmale“ nahestehenderhistorischer Rassen (bestimmte Abzeichen, Haarfarbe, Gebäude-, Kopfform, Rute…) konnte ich bei manchen Hunden feststellen.

Bewertungsnoten: 1= ausreichend; 2= befriedigend; 3= gut; 4= sehr gut; 5= vorzüglich.

10 Hunde wurden mit gut und acht Hunde mit sehr gut bewertet. Drei Ausschlüsse erfolgten unter Vorbehalt! Ein besonders schöner Rüde musste wegen einer zu starken Vorderlauf- Fehlstellung von der Zucht ausgeschlossen werden.

Im oberen Bereich der Bewertungen lagen typische Rassevertreter des kleinen undmittleren Schlages.

Leistungen: einige Hunde wurden bereits auf den Anlagenprüfungen mit gutem Ergebnis vorgestellt. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, und ich kann nur empfehlen, diese vielversprechende Nachzucht noch auf den vereinseigenen Leistungsprüfungen zu führen.

 

Thomas Rist,

Kenzingen, den 10.06.2018

 

 

Nachsuchenprüfung VSB am 29.09.2018 in Rotfelden

 

Auch dieses Jahr fand unsere Nachsuchenprüfung im Revier Rotfelden(Nordschwarzwald, nahe Nagold) statt. Der Nachsuchenführer Peter Niethammerunterstützte uns beim Fährtenlegen und bei der Beurteilung der Gespanne. Wie in den vergangenen Jahren stellte er uns außerdem seine Jagdhütte zur Verfügung und sorgte zusammen mit seiner Frau Erika für die Verpflegung.

 

Vier Hunde waren gemeldet. Alle Hundeführer hatten ihre Hunde intensiv auf die Prüfung vorbereitet. Drei Gespanne konnten die Prüfung trotz der zahlreichen Verleitungen bestehen.

 

Unser Verein bedankt nochmals ganz herzlichbei Peter Niethammer und seiner Frau Erika für ihre Gastfreundschaft und für den gelungenen Tag!

 

Verfasst von:

Ulrich Alber (Prüfungsobmann)

 

 

 

Übungstag 2018 im Schwarzwildgewöhnungsgatter

 

Wie in den vergangenen Jahren waren wir auch dieses Jahr wieder im
Schwarzwildgewöhnungsgatter. Immerhin 13 Wälderdackel wurden in den drei Gattern der
Reihe nach geschnallt. Vor allem für die jungen Hunde ist der Übungstag höchst wertvoll.
Auch für den Verein liefert der Tag wichtige Erkenntnisse. Alle unsere Hunde haben am
Schwarzwild gearbeitet, der eine mit etwas mehr Courage, der andere mit etwas mehr
Vorsicht. Aber keiner hat gekniffen. Eine große Rolle spielt dabei, in welchem Maße der
Hund bei der normalen Jagdausübung schon mit Schwarzwild zu tun hatte und diese Wildart
als Beute kennt.
Unser Dank geht an die höchst kompetenten Gattermeister, die uns fachkundig angeleitet
haben, sowie an den Landesjagdverband für diese wichtige Einrichtung.

 

 

Anlagenprüfungen 2018 in Sigmaringen und Ulm

 

Bei den diesjährigen Anlagenprüfungen wurden insgesamt 10 Hunde vorgestellt. Alle Hunde waren gut vorbereitet. Sie waren schussfest und konnten trotz der schwierigen Bedingungen durch das anhaltend trockene und warme Wetters aufder Hasenspur den Spurlautnachweis erbringen. Es waren auch einige herausragende Arbeiten dabei, die weit über 600 m hinausgingen.

 

Das ist ein höchst erfreuliches Ergebnis. Es zeigt, dass die Bemühungen des Vereins, leistungsfähige Hunde zu züchten und in gute Führerhände abzugeben, von Erfolg gekrönt sind. Die Hunde präsentierten sich überwiegend gut sozialisiert und bei aller Passion trotzdem führerbezogen und ruhig.

 

Wir bedanken uns auf diesem Weg nocheinmal ganz herzlich bei den Revierinhabern in Sigmaringen und Ulm dafür, dass sie ihre Reviere zur Verfügung gestellt und uns einen Samstag lang begleitet haben. Das ist nicht selbstverständlich! DenPrüfungsteilnehmern wünschen wir bei der Ausbildung Ihrer Hunde weiterhin viel Erfolg.

 

(Verfasst von: Ulrich Alber)

 

Gruppenbild Sigmaringen 2018

 Gruppenbild Ulm 2018

 

Übungstag 2017 im Schwarzwildgewöhnungsgatter

 

 

Unter der fachkundigen Leitung unserer Prüfungsobfrau Pia Altmann war unser Verein auch dieses Jahr wieder im Schwarzwildgewöhnungsgatter in Louisgarde.

 

Unser Dank geht an den Landesjagdverband für diese klasse Übungseinrichtung, an Frau Göller, vor allem aber an die engagierten und kompetenten Gattermeister.

 

(Verfasst von: Ulrich Alber)

 

 

Schweißhundeseminar 2017

 

 

Im Juni veranstaltete unser Verein ein eineinhalbtägiges Schweißhundeseminar mit dem Anerkannten Nachsuchenführer Peter Niethammer. Peter Niethammer hatte für unseren Verein ein hochinteressantes, speziell auf den Wälderdackel zugeschnittenes Programm vorbereitet. Zunächst wurden in der Waldhütte die theoretischen Grundlagen erarbeitet. Danach ging es hinaus in die Praxis: das korrekte Legen von Übungsfährten mit dem Fährtenschuh, das Verhalten am Anschuss und die Arbeit auf der Fährte bildeten den Schwerpunkt. Zum Abschluss wurde an der Pendelsau das Stellen von Schwarzwild geübt. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die hervorragende Verköstigung in der Waldhütte, für die Peters Frau Erika gesorgt hatte. Es war ein rundum gelungenes Seminar, bei dem jeder Hundeführer viele Anregungen für die weitere Arbeit mit seinem Hund mitnehmen konnte.

 

(Verfasst von: Ulrich Alber)

 

 

 Anlagenprüfungen 2017 in Haigerloch, Sigmaringen und Ulm

 

 

Bei den diesjährigen Anlagenprüfungen wurden insgesamt 12 Hunde vorgestellt. Alle Hunde waren schussfest. 10 Hunde konnten auf der Hasenspur den Spurlautnachweis erbringen.

 

Wir bedanken uns auf diesem Weg nochmal ganz herzlich bei den Revierinhabern in Haigerloch, Sigmaringen und Ulm dafür, dass sie uns ihre Reviere zur Verfügung gestellt und uns einen Samstag lang begleitet haben. Das ist nicht selbstverständlich! DenPrüfungsteilnehmern wünschen wir bei der Arbeit mit Ihren Hunden weiterhin viel Erfolg.

 

(Verfasst von: Ulrich Alber)

 

 

Übungstag 2016 im Schwarzwildgewöhnungsgatter

 

Dieses Jahr war unser Verein mit 12 Wälderdackeln und einer kosovarischen Bracke am Start. Versuchsweise hatten wir drei junge Hunde im Alter von 4 Monaten mit dabei. Selbstverständlich müssen so junge Hunde ganz vorsichtig an das Schwarzwild herangeführt werden. 

 

Auch dieses Jahr zeigten unsere Hunde ein angemessenes Verhalten. Unterschiede zwischen den einzelnen Hunden gibt es immer.  Die einen sind etwas mutiger, die anderen eher zurückhaltend. Ganz schlecht kann das, was unserer Hunde gezeigt haben, jedenfalls nicht gewesen sein, denn die Gattermeister begannen sich sehr für unsere Wälderdackelei zu interessieren. Unser Vorsitzender Thomas Rist konnte ihnen kompetent Rede und Antwort stehen.

 

Unser Dank geht an den Landesjagdverband für diese klasse Übungseinrichtung, an Frau Göller, vor allem aber an die beiden engagierten und kompetenten Gattermeister.

 

Ein gemeinsames Mittagessen in einer Gastwirtschaft im schönen Taubertal rundete den gelungenen Tag ab.

 

Ulrich Alber (Prüfungsobmann)

 

Zuchtschau-, Fachvortrag am 19.06.2016 in Buchenbach

Wie in den Jahren zuvor, haben wir die Zuchtschau bei unseren Vereinsfreunden aus Buchenbach bei der idyllisch gelegenen Jagdhütte abgehalten. Für die freundliche Bewirtung der Gäste, für die gute Organisation und für die Unterstützung bei der Zuchtschau, bedanke ich mich recht herzlich bei Tobias Heim und seinem Kollegen Heiner Lickert.

So wie auch das Prüfungswesen ist die Zuchtschau ein wichtiger Bestandteil des Vereins. Die Beteiligung in 2016 war wieder gut. Es versteht sich von selbst, dass angehende Zuchthunde bei dieser Veranstaltung vorgestellt und bewertet werden müssen. Bei den geprüften Hunden innerhalb der drei Schläge (klein, mittel, groß= 28-40 Zentimeter) konnten keine gravierenden Mängel festgestellt werden, auch keine Zahnfehler! Lediglich zwei übergroße Hunde erhielten den Vermerk „Zuchtsperre“. Die Bewertung findet nach einem praxisgerechten Bewertungsbogen des Vereins statt, auch werden die Hunde auf Ihre Sprungkraft geprüft!

Zuchtimpressionen Stand Juni 2016

Da ich als Zuchtwart des Vereins ausschließlich auf Gebrauchszucht bei guten Wesenseigenschaften und Gesundheit setze, darf eine Zuchtschau nicht überbewertet werden. Die bei dieser Veranstaltung ermittelte Note „Zuchttauglich“ stellt grundlegend keinen „Freibrief“ für einen zukünftigen-, fortwährenden Zuchteinsatz dar, zumal erbliche Defekte und Wesenseigenschaften nicht zweifelsfrei festzustellen sind. Auch muss der Vereinszuchtbestand (keine Eng und Siegerzuchten) mit berücksichtigt werden. Rüden und Hündinnen sollten deshalb möglichst im Verhältnis 1:1 und nicht zu oft (zwei-dreimal) zur Zucht eingesetzt werden.

Meine Tätigkeit als Zuchtwart und das Ausüben der Vereinszucht basiert auf langjährige Erfahrungen. Das Kennen artverwandter Rassen, der Blutlinien und der Zuchthunde ist hierfür von besonderer Wichtigkeit! Ungeachtet dessen ist der Verein auf ehrliche Angaben seiner Züchter und Hundebesitzer angewiesen.

Es ist  durchaus von mir gewollt, unterschiedliche „Typen-, Schläge“ an Hunden zu sehen und zu bewerten („kein Standardfetischismus“). Dies verkörpert letztendlich den Wälderdackel als moderne und tierschutzgerechte Rasse!

Hinsichtlich seinem Aussehen (Exterieur) findet bei der Zucht fast  unbemerkt eine „sanfte Selektion“ statt. Ich sehe das so: Körperbau, die Leistung, das Wesen und eine breite, genetische Ausstattung (= genetische Vielfalt, siehe  Ausführungen in meinem Buch), sollten möglichst eine Einheit bilden!

Vor gut 100 Jahren, also zu Beginn der organisierten Rassehundezucht, wurde dies noch in ähnlicher Form praktiziert. Es konnte durchaus passieren, dass ein Dachshund auch als  Dachsbracke, bei unterschiedlichen Rasseveranstaltungen, prämiert wurde!

An dieser Stelle sei erwähnt, dass der krummläufige Dachshund mit zu den Urrassen der Antike zählt!  Nach und nach hat man dann die artverwandten Rassen („Sippengemeinschaft“) rein gezüchtet und dafür einen immer enger werdenden Genpool fahrlässig in Kauf genommen! Man braucht sich deshalb nicht zu wundern, dass die eine oder andere Rasse nur noch formell auf dem Papier existiert und durch die über Jahrzehnte betriebene Engzucht vor dem Aus steht!

„Einheitshunde“ lehne ich als Zuchtwart und Vorstand des Vereins strikt ab. Zu Beginn meines Projektes setzte ich auf die genetische Vielfalt dieses ländlichen Hundeschlages, bei einer Selektion gesundheitlicher Schwächen. Den komplett genormten Wälderdackel wird es mit mir nicht geben und dies würde seinen Wurzeln so auch nicht entsprechen! Bei der Beurteilung von Wesen-, Gesundheit und Vitalität ist deutlich mehr Strenge, Konsequenz  und Sensibilität erforderlich.

Viele ländliche Hundeschläge sind im Zuge der modernen Hundezucht leider verdrängt worden. Die Zucht der Rassehunde wurde immer extremer und fortwährend zu einer Art Industrie, zu Monopolen und zum Geldgeschäft!

Mit viel Liebe, Glück und Leidenschaft konnte ich wertvolles Wälderdackelblut in der Schwarzwaldregion vor dem Aussterben retten und Blutlinien gezielt aufbauen. Gegenwärtig verfügt der Verein über einen stabilen Zuchtbestand. Das züchterische Potenzial ist jedoch keinesfalls „unerschöpflich“ und die Weiterzucht eine Herausforderung! Rassen mit einem kleinen Zuchtbestand, hierzu zählt auch der Wälderdackel,  sind von der Inzucht sehr viel mehr bedroht.

Der Wälderdackel verkörpert einen bodenständigen, historischen Jagdhund! Er überzeugt durch seine jagdlichen Leistungen, seine Intelligenz, seinen guten Charakter und seine Robustheit-, Gesundheit! Ausnahmen wird es immer geben und für den Fall der Fälle, muss eine ehrliche Aufarbeitung stattfinden! 

Thomas Rist,

Kenzingen den 17.07.2016 

hier noch ein paar Bilder....

 

Bewerten der Hunde!

Drei typische Wälderdackel!

Thomas bei der Abschlussrede....

Treffen am Morgen in der Hütte.....

  

Anlagenprüfungen 2016 in Haigerloch, Sigmaringen und Ulm

 

Dieses Jahr wurden insgesamt 11 Hunde vorgestellt. Alle Hunde waren schussfest. 10 Hunde konnten auf der Hasenspur den Spurlautnachweis erbringen. Bei einem Hund muss die weitere Entwicklung abgewartet werden. Die vorgestellten Hunde waren insgesamt besser vorbereitet als in den vergangenen Jahren.

 

Wir bedanken uns auf diesem Weg nochmal ganz herzlich bei den Revierinhabern in Haigerloch, Sigmaringen und Ulm dafür, dass sie uns ihre Reviere zur Verfügung gestellt und uns einen Samstag lang begleitet haben. Das ist nicht selbstverständlich! Den Prüfungsteilnehmern wünschen wir bei der Arbeit mit Ihren Hunden weiterhin viel Erfolg.

 

Pia Altmann

Claus Allmendinger

Ulrich Alber

 

 

 

 

Bewegungsjagd mit Wälderdackeln an der Oberen Donau

 

Wie bereits in den vergangen Jahren fand wieder traditionell am letzten Samstag im Januar eine Bewegungsjagd auf Reh- Schwarzwild und Fuchs bei unserem Vereinsmitglied Bernd Krugger an der Oberen Donau statt. Nachfolgend sein Bericht:

 

Auch dieses Jahr wurde wieder nahezu ausschließlich mit unseren Wälderdackeln gejagt. Aus Oberschwaben, von der Schwäbischen Alb, aus Nordwüttemberg, vom Schwäbischen Wald, aus dem Elsaß, aus dem hessischen Odenwald und aus dem Schwarzwald reisten die Jägerinnen und Jäger mit Ihren Wälderdackeln an.

 

Gejagt wurde in einem zweieinhalb Stündigen Treiben. An die zwanzig Wälderdackel sorgten bei guten äußeren Bedingungen dafür, dass während des gesamten Treibens Wild weiträumig auf den Läufen war. Mit sicherem Spurlaut brachten unsere Hunde das Rehwild immer wieder ruhig ziehend und nach hinten sichernd vor die Schützen, so dass elf Stück Rehwild erlegt werden konnten. Kein einziges Stück Rehwild wurde gefehlt oder musste nachgesucht werden. Alles Rehwild wurde mit sauberen Schüssen erlegt, wie man es sich wünscht. Dies macht auch deutlich, dass nicht nur unsere Hunde, sondern auch die Hundeführer Ihr Handwerk bestens verstehen und diszipliniert jagen. Der erfahrene Wälderdackeljäger weiß: wenn das Wild mit spurlauten und nicht zu schnell jagenden Hunden gejagt wird, ergeben sich am eigenen Stand oder beim Nachbarn immer wieder gute Situationen für einen sicheren Schuss. Auf diese jagdlichen Chancen gilt es sich zu konzentrieren.

 

Im Einsatz mit Ihren durchgehenden Hundeführern waren auch drei erst acht Monate alte Hunde. Hier zeigte sich gut für welchen Hund es das erste Mal war und wer schon öfters mit seinem Hundeführer in dieser Saison im Wald auf Wild stöberte. Es dauert nur ca. 15 Minuten, dann hörte man aggressives und tiefes Gebell. Zwei der jungen Hunde und Ihre Mutterhündin kamen an eine ca. 12 Stück starke Rotte Sauen im dichten Fichtenjungbestand. Herrlich setzen die Hunde die Rotte unter Druck und sorgten mit Ihrer kontrollierten Schärfe für ausreichend Bewegung und Musik, so dass die durchgehenden Hundeführer zur Unterstützung heraneilen konnten. Noch ca. 30 m bevor die Hundeführer am Ort des Geschehens ankamen, brachen die Sauen bereits aus. Ein Frischling konnte ca. 300 Meter weiter auf einem bekannten Wechsel erlegt werden. Bei einem weiteren Schützen war die Situation leider nicht ganz so günstig und schließlich passierten die Sauen die Grenze zum Nachbarrevier. Auch sonst brachten unsere Hunde noch weitere Sauen auf die Läufe. In einem größeren Dickungskomplex jedoch waren wohl die Sauen die Schlaueren. Entweder schafften Sie es unbemerkt davonzuschleichen oder verließen den Bestand nicht. Am Ende des Tages konnten vier Sauen erlegt werden. Zwei davon bedurften einer Nachsuche.

 

Nach der Jagd ging es zügig zum Schüsseltreiben, wo noch so manche Sau und manches Stück Rehwild zum wiederholten Male erlegt oder erfolgreich nachgesucht wurde. Es war wiederum eine gelungene Jagd mit laut jagenden Wälderdackeln. Eine gute Mischung aus jungen und erfahren Hunden, aus Kurz- und Weitjägern sowie aus Hunden mit verschiedenem Charakter und Einsatzhintergrund stöberten gemeinsam zum jagdlichen Erfolg. Ein besonderer Dank gilt allen Freunden der „Wälderdackelei“ für das Gelingen dieses schönen Jagdtages. Auch nächstes Jahr werden wir wieder am Rande der Schwäbischen Alb mit unseren Hunden jagen, welche allesamt auf der Anlageprüfung nachweislich gezeigt haben, dass sie sicher im Spurlaut sind; die bei weitem wichtigste jagdliche Eigenschaft von Hunden für erfolgreiches und waidgerechtes Jagen im Wald.

 

 

 

Stöberprüfung VSB am 10.10.2015 in Hildrizhausen

 

Die Stöberprüfung unseres Vereins fand wie im vergangenen Jahr in Hildrizhausen (Schönbuch) statt.  Der Forstrevierleiter des Reviers Hildrizhausen, Andreas Kuppel, stellte uns freundlicherweise seine Staatliche Regiejagd zur Verfügung.

 

Die Prüflinge reisten am frühen Morgen zum Teil von weit her an. Alle trafen äußerst pünktlich ein. Zum Prüfungsbeginn gab es der Kohlhauhütte ein kurzes Frühstück. Nach der Abwicklung der Formalitäten ging es hinaus ins Revier.

 

Insgesamt waren sechs Hunde für die Prüfung gemeldet. Dieses Jahr konnten nur zwei Hunde die Prüfung bestehen.

 

Am späten Nachmittag konnte die Prüfung beendet werden. Danach ging es zur Übergabe der Urkunden zurück  in die Hütte.

 

Wir vom Verein Schwarzwälder Bracke bedanken uns nochmals ganz herzlich bei Revierförster Andreas Kuppel und beim Amt für Forsten des Landkreises Böblingen dafür, dass uns dieses hervorragend geeignete Revier zur Verfügung gestellt wurde. 

 

Ergänzend noch ein paar allgemeine Worte zu der Stöberprüfung unseres Vereins

Wälderdackel gehören von ihrem Rasseprofil her zu den Bracken. Ihre Aufgabe ist es, in den Flächen gezielt und weiträumig nach Wild zu suchen. Nur Hunde, die dieses Verhalten zeigen, können die Stöberprüfung unseres Vereins bestehen. Das kann für junge, unerfahrene Hunde, die das Stöbern noch nicht mit Beutemachen verknüpft haben, schwierig sein. Die Hunde suchen dann zu engräumig und „kleben“ am Führer. Sie wollen den Kontakt zu ihrem „Chef“ nicht verlieren. So manchem Hund wurde auch beigebracht, dass er im Wald schön brav bei seinem Menschen zu bleiben hat.

 

Findet der Wälderdackel Wild, so soll er ihm in typischer Brackenmanier spur- / fährtenlaut  folgen und es so zum Verlassen des Einstandes bewegen. Im Idealfall ist ein Wälderdackel zwischen 10 und 30 Minuten auf einer Spur / Fährte unterwegs. Dann dreht er ab und sucht den Kontakt zu seinem Führer.

 

Verfasst von:

Pia Altmann (Prüfungsobfrau)

Ulrich Alber (Stellv. Prüfungsobmann)

Claus Allmendinger (3. Prüfer)

 

 

Nachsuchenprüfung VSB am 26.09.2015 in Rotfelden

 

Am 26. September fand im Revier Rotfelden (Nordschwarzwald, nahe Nagold) die diesjährige Nachsuchenprüfung unseres Vereins statt. Der bestätigte Nachsuchenführer Peter Niethammer stellte uns freundlicherweise wie in den vergangenen Jahren sein Revier und seine Jagdhütte zur Verfügung.

 

Drei Hunde waren gemeldet. Alle drei waren gut eingearbeitet. Sie ließen sich von den zahlreichen Verleitungen nicht beeindrucken und konnten mit einer ordentlichen Leistung bestehen.

 

Unser Verein bedankt nochmals ganz herzlich bei Peter Niethammer und seiner Frau Erika für ihre Gastfreundschaft und für den gelungenen Tag!

 

Verfasst von:

Pia Altmann (Prüfungsobfrau)

Ulrich Alber (Prüfungsobmann)

 

 

 

 

Übungstag 2015 im Schwarzwildgewöhnungsgatter

Am Samstag, den 27. Juni war unser Verein mit  zehn Wälderdackeln zum Üben im Schwarzwildgewöhnungsgatter des LJV Baden-Württemberg (Main-Tauber-Kreis).

 

 

 

Ziel des Übungstages ist es, die Hunde unter kontrollierten Bedingungen auf die Arbeit am Schwarzwild vorzubereiten. Zu forsche Hunde sollen in ihrem Tatendrang etwas gedämpft werden. Junge und unerfahrene Hunde sollen die Arbeit am Schwarzwild kennen lernen. Für die Hundeführer ist es interessant, einmal aus nächster Nähe zu sehen, wie sich ihr Hund am Schwarzwild  verhält. Ganz wichtig sind die Gattermeister, die dem Hundeführer vermitteln, wie er seinen Hund bei der Arbeit unterstützen kann.

 

 

 

Alle unsere Hunde zeigten ein vielversprechendes Verhalten. Unterschiede zwischen den einzelnen Hunden gibt es immer.  Die einen sind etwas mutiger, die anderen etwas zurückhaltender. Aber keiner hat gekniffen.

 

 

 

Unser Dank geht an den Landesjagdverband für diese klasse Übungseinrichtung, an Frau Göller, die unsere Anmeldung entgegengenommen hat und sich hier äußerst zuvorkommend und hilfsbereit zeigte, vor allem aber an die beiden engagierten und kompetenten Gattermeister.

 

 

 

Ein gemeinsames Mittagessen in der nächstgelegenen Dorfgaststätte rundete den gelungenen Tag ab.

 

 

 

Ulrich Alber (Prüfungsobmann)

 

 

Anlagenprüfungen 2015 in Haigerloch, Sigmaringen und Ulm

-         Jeder Hund soll zeigen, was in ihm steckt -

 

Bei der Anlagenprüfung beurteilen wir die jagdlichen Grundanlagen unserer Hunde.

 

Da die Wälderdackel Bracken sind, prüfen wir die Hunde auf der Hasenspur im freien Feld (Hase für den Hund nicht zu sehen) und beurteilen hierbei die Spurarbeit und den Spurlaut. Zu Beginn der Prüfung wird außerdem die Schussfestigkeit getestet.

 

Dieses Jahr wurden insgesamt 13 Hunde vorgestellt. Alle Hunde waren schussfest. 11 Hunde konnten auch auf Hasenspur bestehen und den Spurlautnachweis erbringen. Das ist ein erfreuliches Ergebnis.

 

In eigener Sache:

 

Auch dieses Jahr hat sich wieder deutlich gezeigt, dass Hunde, die auf der Hasenspur im freien Feld nicht eingearbeitet sind, bei der Prüfung Probleme bekommen. Sie brauchen oftmals mehrere Hasenspuren, bevor sie begreifen, um was es eigentlich geht. Wir wissen, dass das über die Anlagen des Hundes zunächst herzlich wenig aussagt. Es fehlt schlicht und ergreifend die Verknüpfung im Gehirn des Hundes. Der zügige Fortschritt der Prüfung wird aber dadurch behindert. Der Prüfungstag zieht sich unnötig in die Länge und die Suche nach dem nächsten Hasen wird für alle Beteiligten doch recht mühselig. Von daher haben wir an unsere zukünftigen Prüflinge die dringende Bitte, ihre Hunde vor der Prüfung gezielt auf der Hasenspur einzuarbeiten, so dass die Hunde möglichst gleich bei ihrem ersten Hasen die Spur aufnehmen. Bei den meisten Hunden reicht dafür ein Übungstag in einem geeigneten Feldrevier. Wer Fragen zur Einarbeitung hat, kann sich jederzeit gerne an uns Prüfungsobleute wenden.


 

 

 

Wir bedanken uns auf diesem Weg nochmal ganz herzlich bei den Revierinhabern in Haigerloch, Sigmaringen und Ulm dafür, dass sie uns ihre Reviere zur Verfügung gestellt und uns einen Samstag lang begleitet haben. Das ist nicht selbstverständlich! Wir bedanken uns auch bei allen Teilnehmern und wünschen Ihnen bei der weiteren Arbeit mit Ihren Hunden viel Erfolg.

 

 

 

Pia Altmann, Ulrich Alber

 

(Prüfungsobleute)

 

 

 

 

 

Und überall jagt wieder der Wälderdackel…


 

 

 

Am letzten Samstag im Januar veranstaltete unser Vereinsmitglied Bernd Krugger eine Drückjagd in seinem Revier bei Sigmaringen. Unter anderem eingeladen waren Wälderdackelführer, die in den letzten Jahren mit ihren Hunden erfolgreich an einer Anlagenprüfung teilgenommen hatten. Und so standen schon bei der Begrüßung ziemlich viele Wälderdackel  am Treffpunkt…

 

 

 

So sahen übrigens die Hunde der bäuerlichen Jagdgesellschaften im Mittleren und Südlichen Schwarzwald in früheren Zeiten aus. Fast fühlte man sich zurückversetzt in Zeiten, die unser Vorsitzender Thomas Rist in seinem Buch beschreibt und mithilfe alter Fotografien darstellt.

 

 

 

Dass die Wälderdackel unseres Vereins die laute Jagd bestens beherrschen und auch unsere Jäger und Hundeführer ihr jagdliches Handwerk verstehen, zeigt das angefügte Bild.

 

 

 

Wir bedanken uns alle bei Bernd Krugger für den gelungenen Jagdtag, der am Nachmittag beim Schüsseltreiben dann gemütlich ausklang.

 

 

 

Ulrich Alber, Prüfungsobmann

 

 

 

Jagdmesse Ulm 2015

 

Hallo liebe Hundefreunde,

 

 

 

V I E L E N    D A N K
an alle Helfer die unseren Stand an der Messe betreuten.

 

Dass unser Stand an allen Messetagen mit mehren Hunden besetzt war ist große Klasse!!!!

 

Andere Hundevereine brachten dies nicht zustande.

 

Auch an den Präsentationen auf der Bühne waren wir jedesmal mit dabei.

 

Egal zu welcher Uhrzeit man zu unseren Stand schaute, es waren immer interessierte Leute davor. Viele wollten sich, von dem schon viel "gehörtem" Wälderdackel, ein Bild machen. Sie haben sich nach den Eigenschaften unserer Hunde erkundigt und sich über unser Vereinsgeschehen informiert. Auch nach Züchtern wurde gefragt und sie waren erstaunt wie weiträumig die Mitglieder im Land verteilt sind.

 

Die größte Jagd- und Fischereimesse von Baden-Württemberg hatte wieder mehr als 25 000 Besucher und war wieder, laut Messegesellschaft, ein voller Erfolg. Es haben ca. 250 teilnehmende Unternehmen aus dem In- und Ausland ihre Neuheiten gezeigt und ihre Klassiker angeboten.

 

 

 

Die nächste Jagd- und Fischereimesse in Ulm findet am 11. - 14. Februar 2016 statt.

 

Auch hier wollen wir natürlich wieder unsere Hunde präsentieren.

 

 

 

Nochmals ein großes Dankeschön an alle

 

für die Standbesetzung und auch den Besuch unseres Standes

 

 

 

Waidmannsdank

 


 

 

 

 

 

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Verein Schwarzwälder Bracke (Wälderdackel) e. V.
Schriftführer
Manfred Rehm
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Stöberprüfung VSB am 25.10.2014 in Hildrizhausen


 

Die Stöberprüfung unseres Vereins fand dieses Jahr in Hildrizhausen (Schönbuch) statt.  Der Forstrevierleiter des Reviers Hildrizhausen, Andreas Kuppel, stellte uns freundlicherweise seine Staatliche Regiejagd zur Verfügung.

 

 

 

Die Prüflinge reisten am frühen Morgen zum Teil von weit her an. Alle trafen äußerst pünktlich ein. Zum Prüfungsbeginn gab es der Kohlhauhütte ein kurzes Frühstück. Nach der Abwicklung der Formalitäten ging es dann hinaus ins Revier.

 

 

 

Insgesamt waren fünf Hunde (vier Wälderdackel, ein Heideterrier) für die Prüfung gemeldet. Ein Wälderdackel konnte die Prüfung nicht bestehen.

 

 

 

Bereits am frühen Nachmittag konnte die Prüfung beendet werden. Danach ging es zur Übergabe der Urkunden zurück  in die Hütte.

 

 

 

Wir vom Verein Schwarzwälder Bracke bedanken uns nochmals ganz herzlich bei Revierförster Andreas Kuppel und beim Amt für Forsten des Landkreises Böblingen dafür, dass uns dieses hervorragend geeignete Revier zur Verfügung gestellt wurde.

 

 

 

Ergänzend noch ein paar allgemeine Worte zum Stöbereinsatz

 

Auch Stöberhunde sind Spezialisten. Sie müssen über eine ganze Reihe von Anlagen und Fähigkeiten wie beispielsweise Spurlaut, Spursicherheit, Spurwille, Orientierungsvermögen und Wildschärfe sowie über körperliche Leistungsfähigkeit verfügen. Auch für die Stöberarbeit müssen Hunde gezielt eingearbeitet werden.

 

 

 

Innerhalb der Stöberhunde gibt es wiederum verschiedene Typen. Zum einen die kurz jagenden Typen, die eng mit der Treiberwehr zusammen arbeiten und das Wild jeweils nur kurz anjagen, zum anderen die Brackentypen.

 

 

 

Wälderdackel gehören von ihrem Rasseprofil her zu den Bracken. Diese Hunde sollen gezielt und weiträumig in den Flächen nach Wild suchen. Sie sollen dem Wild in typischer Brackenmanier spur- / fährtenlaut folgen und es so zum Verlassen der Einstände bewegen. Im Idealfall ist ein Wälderdackel zwischen 10 und 30 Minuten auf einer Spur / Fährte unterwegs. Dann dreht er ab und sucht den Kontakt zu seinem Führer. Deshalb können die Wälderdackel bei Drückjagden auch vom Stand aus problemlos geschnallt werden.

 

 

 

Nur Wälderdackel, die dieses Verhalten zeigen, können bei der Stöberprüfung unseres Vereins bestehen. (Dies soll die Leistungen der kurzjagenden Stöberhunde keinesfalls schmälern. Auch diese Hunde sind für das Gelingen einer Drückjagd wichtig, gerade wenn Schwarzwild in großen Dickungen steckt und die Treiberwehr es nicht in Bewegung bringt).

 

 

 

Wir sehen bei unseren Stöberprüfungen immer nur einen kleinen Ausschnitt unserer inzwischen landauf landab jagenden Wälderdackel. Was wir bisher gesehen haben, hat uns überwiegend gut gefallen - manches auch nicht. Wir haben auf jeden Fall viele gut jagende Wälderdackel gesehen. Extreme Lang- und Weitjäger waren bisher nicht dabei. Die Dauer des Jagens schwankt naturgemäß von Hund zu Hund und von Situation zu Situation. Sie liegt im Durchschnitt tatsächlich bei den gewünschten 10 bis 30 Minuten.

 

 

 

Wir müssen als Verein solche Informationen über die einzelnen Hunde und über die einzelnen Blutlinien sammeln. Nur so kann die Nachzucht von leistungsfähigen Stöberhunden auf Dauer sicher gestellt werden.

 

 

 

 

 

Verfasst von:

 

Pia Altmann (Prüfungsobfrau)

 

Ulrich Alber (Stellv. Prüfungsobmann)


 

 

 

 

 

 

 

 

Nachsuchenprüfung VSB am 04.10.2014 in Rotfelden


 

 

 

Am 4. Oktober fand im Revier Rotfelden (Nordschwarzwald, nahe Nagold) bei etwas trübem  Herbstwetter die diesjährige Nachsuchenprüfung unseres Vereins statt. Der bestätigte Nachsuchenführer Peter Niethammer stellte uns freundlicherweise wie in den vergangenen Jahren sein Revier und seine Jagdhütte zur Verfügung. Seine Ehefrau Erika sorgte wie letztes Jahr für die Verpflegung der Prüflinge.

 

 

 

 

Dieses Jahr wechselte ich die Seite und trat mit meinen Hunden selbst als Prüfling an. Das war eine durchaus interessante Erfahrung. Mit beiden Hunden hatte ich in den Wochen zuvor nochmals geübt. Hier zeigten meine beiden Hunde auch ansprechende Leistungen. Allerdings übten wir in einem Revier mit vergleichsweise wenigen Verleitungen durch Schwarzwild und Rehwild.

 

 

 

Wie erging es mir nun bei der Prüfung?

 

Meine junge Hündin, die ich seither vom Stöbern weitestgehend fern gehalten habe, ließ sich zwar auch von den zahlreichen Verleitungen irritieren, blieb aber ruhig und kam nach einer ordentlichen Arbeit ohne Rückruf, allerdings nicht ganz fährtentreu, ans Stück. Meine alte Hündin dagegen, ein erfahrener Stöberhund, war nicht in der Lage, sich unter diesen Bedingungen auf die Kunstfährte zu konzentrieren. Ständig nahm sie die Nase hoch, als wolle sie die frische Wildwitterung aus den nahen Dickungen förmlich inhalieren. An eine vernünftige Fährtenarbeit war nicht zu denken. Nach drei Rückrufen hatte das Elend dann ein Ende.

 

 

 

Auch die dritte Hündin, die gemeldet war, hatte mit den Verleitungen ihre liebe Mühe und Not, konnte dann aber mit zwei Rückrufen doch noch bestehen.

 

 

 

Fazit 1: unsere Nachsuchenprüfung ist, so wie wir das vereinsseitig auch wollen, eine echte Herausforderung. Nur firme, bestens eingearbeitete und fährtentreue (!) Hunde werden in dem von Schalenwild stark begangenen Revier bestehen können. Diejenigen, die diese Prüfung ganz ohne Rückruf bestehen, können ihre Hunde jederzeit auch in der Praxis für anspruchsvollere Nachsuchen einsetzen.

 

Fazit 2: man muss auch mal verlieren können…

 

 

 

Peter Niethammer begleitete die Prüfung als “externer und unabhängiger Sachverständiger“ und unterstützte die Prüfer mit seinem Fachwissen bei der korrekten Beurteilung der Hunde.

 

 

 

Unser Verein bedankt sich auf diesem Weg ganz herzlich bei Peter Niethammer und seiner Frau Erika für ihre Gastfreundschaft und für den gelungenen Tag!

 

 

 

Verfasst von: Ulrich Alber (Prüfungsobmann)

 

 

 

Übungstag 2014 im Schwarzwildgewöhnungsgatter

 

Am Samstag, den 26. Juli 14 war unser Verein mit  elf Wälderdackeln und einem Kurzhaarteckel zum Üben im Schwarzwildgewöhnungsgatter des LJV Baden-Württemberg (Main-Tauber-Kreis).

 

 

 

Ziel des Übungstages ist es, die Hunde unter kontrollierten Bedingungen auf die Arbeit am Schwarzwild vorzubereiten. Zu forsche Hunde sollen in ihrem Tatendrang etwas gedämpft und zu vorsichtige Hunde etwas „angeschoben“ werden. Ganz wichtig sind die Gattermeister, unter anderem deshalb, weil sie „ihre Sauen“ im Ernstfall zurücknehmen könnten.

 

 

 

Meistens verläuft so eine Übungseinheit aus der Sicht von uns Menschen aber eher unspektakulär. Wie immer bestimmen Erbanlagen und seither gemachte Lernerfahrungen die Arbeitsweise des Hundes.  Der Hund soll beim freien Suchen die Sauen finden und sie aus mehreren Metern Entfernung verbellen. Er soll sie so bedrängen, dass sie ins Laufen (Troll) kommen und sie dann lauthals verfolgen. Wenn sich eine Sau umdreht, weil es ihr zu bunt wird, und sie eine (Schein-) Attacke gegen den Hund startet, soll der Hund ausweichen und anschließend unbeeindruckt die Verfolgung wieder aufnehmen. Die Hunde haben in der Regel keinen Körperkontakt zu den Sauen. Wie man als Führer seinen Hund bei der Arbeit unterstützt,  wurde von den Gattermeistern sehr schön vermittelt. Gerade für jüngere und noch unerfahrene Hunde sind das ganz wichtige Erfahrungen.

 

 

 

Der größere Teil unserer Hunde wurde im Übrigen unseren Erwartungen voll gerecht. Die Hunde zeigten mit ihrer kontrollierten Schärfe und ihrem anhaltenden Standlaut genau das gewünschte Verhalten. Bei wenigen Hunden muss die weitere Entwicklung abgewartet werden (es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen!).

 

 

 

Unser Dank geht an den Landesjagdverband für diese klasse Übungseinrichtung, an Frau Göller, die unsere Anmeldung entgegengenommen hat und sich hier äußerst zuvorkommend und hilfsbereit zeigte, vor allem aber an die beiden engagierten und kompetenten Gattermeister.

 

 

 

Abschließend will ich auch unseren Hundeführern ein Lob aussprechen: alle Hunde verhielten sich beim Warten vor dem Gatter ausgesprochen ruhig. Es gab kein wüstes Gebelle und kein Gekeife. So wollen wir unsere Wälderdackel präsentieren: auf der Jagd passioniert, im Alltag ruhig.

 

 

 

Ein gemeinsames Mittagessen in der nächstgelegenen Dorfgaststätte rundete den gelungenen Tag ab.

 

 

 

Ulrich Alber (Prüfungsobmann)

 


 

 

 

Stöberprüfung VSB am 26.10.2013 in Salach

Die diesjährige Stöberprüfung unseres Vereins fand in Salach bei Göppingen statt. Dieses landschaftlich sehr reizvolle Gebiet, zwischen dem Schurwald und der Schwäbischen Alb gelegen, trägt den vielversprechenden Namen Rehgebirge. Und es trägt ihn zu Recht, wie sich im Verlaufe der Prüfung zeigte.

 

Unser Vereinsmitglied Claus Allmendinger hatte den Ablauf der Prüfung generalstabsmäßig  vorbereitet. Zum Prüfungsbeginn gab es bei ihm im Gartenhaus ein kurzes Frühstück. So gestärkt ging es nach der Abwicklung der Formalitäten hinaus ins Revier.

 

Insgesamt sechs Hunde unseres Vereins waren für die Prüfung gemeldet. Vier Hunde konnten die Prüfung bestehen. Die Hunde zeigten beim Stöbern wiederum gute bis hervorragende Leistungen. Bei der Suche gingen die Wälderdackel ausreichend in die Tiefe, hielten trotzdem Kontakt zum Führer und ließen sich erneut schicken. Kamen sie an Wild, so folgten sie diesem mit wunderbarem Geläut, kehrten aber nach einem angemessenen Zeitraum zum Führer zurück und ließen sich problemlos anleinen.

 

Am Abend ging es in die Gastwirtschaft, wo der ereignisreiche Tag bei einem guten Essen und guten Gesprächen ausklang.

 

Unser Verein bedankt sich auf diesem Weg ganz herzlich bei Claus Allmendinger für die hervorragende Vorbereitung, aber auch bei den Prüfungsteilnehmern, die zum Teil weite Anfahrtswege auf sich genommen hatten, um ihre Hunde vorzustellen.

 

Jagd ohne Hund ist Schund, heißt es nicht umsonst. Wollen wir als Verein dauerhaft gute Hunde haben, so müssen wir die Eigenschaften unserer Hunde unter kontrollierten Bedingungen prüfen. Dazu brauchen wir geeignete Reviere - und Jäger, die bereit sind, ihre Flächen für eine Prüfung zur Verfügung zu stellen. Wir bedanken uns deshalb ausdrücklich bei den Herren Klaus Hartmann und Alexander Pfletschinger, die uns das mit Claus Allmendinger gemeinsam gepachtete Revier ohne Zögern zur Verfügung gestellt haben.

 

 

 

Verfasst von:

Pia Altmann (Prüfungsobfrau)

Ulrich Alber (Stellv. Prüfungsobmann)

Bodo Hasenfuß (3. Prüfer)

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachsuchenprüfung VSB am 29.09.2013 in Rotfelden

 

Am 28. September fand im Revier Rotfelden (Nordschwarzwald, nahe Nagold) bei sonnigem Herbstwetter die diesjährige Nachsuchenprüfung unseres Vereins statt. Der bestätigte Nachsuchenführer Peter Niethammer stellte uns freundlicherweise wieder sein Revier und seine Jagdhütte zur Verfügung. Seine Ehefrau Erika sorgte wie letztes Jahr für die Verpflegung der Prüflinge.

 

Am Tag zuvor waren die Fährten mit Fährtenschuh (Schwarzwild) getreten worden.

Nur am Anschuss, an den Verweiserpunkten und an den  Wundbetten waren geringe Mengen Schweiß ausgebracht worden, so dass die Hunde praxisnah auf der Bodenverwundung arbeiten mussten. Zahlreiche Verleitfährten von Schwarzwild und Rehwild erschwerten den Hunden die Arbeit. Der Fährtenverlauf war nicht im Gelände markiert. Somit waren die Hundeführer definitiv darauf angewiesen, dass ihr Hund sie zum Stück führte.

 

Insgesamt fünf Gespanne hatten sich für die 600 m Fährte über Nacht angemeldet. Vier Gespanne konnten die Prüfung bestehen. Unsere Stöberhunde hatten mit den vielen frisch begangenen Wechseln allerdings einige Schwierigkeiten. Nur ein Gespann zeigte eine richtig gute Leistung. Die anderen kamen mit einem oder zwei Rückrufen zum Stück.

 

Eine Nachsuchenprüfung ist immer eine sehr emotionale Veranstaltung. Was gibt es für einen passionierten Hundeführer Schöneres als die gelungene Zusammenarbeit mit seinem Hund? Wie groß die Freude bei Mensch und Hund ist, wenn die Fährtenarbeit schließlich gemeistert ist, kann man auf den Bildern sehen, die wir während der Prüfung gemacht haben!

 

Letztendlich geht es aber vor allem um den praktischen Nutzen: Gespanne, die diese Prüfung gut meistern, werden auch bei der Fährtenarbeit in der Praxis erfolgreich arbeiten.

 

Peter Niethammer begleitete unsere Prüfung als “externer und unabhängiger Sachverständiger“ und unterstützte uns mit seinem Fachwissen bei der korrekten Beurteilung der Hunde.

 

Unser Verein bedankt sich auf diesem Weg ganz herzlich bei Peter Niethammer und seiner Frau Erika für ihre Gastfreundschaft und für den gelungenen Tag!

 

Verfasst von: Pia Altmann, Ulrich Alber (Prüfungsobleute)

Bilder: Bodo Hasenfuß

Hier ein paar Eindrücke......

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlagenprüfungen 2013 in Leingarten und Haigerloch

 

Die Anlagenprüfungen sind für das Zuchtgeschehen in unserem Verein die wichtigsten Prüfungen, da hier die jagdlichen Grundanlagen der Hunde (Spurlaut!, Schussfestigkeit!) beurteilt werden.

 

Bei den diesjährigen Prüfungen in Leingarten und in Haigerloch wurden insgesamt 10 Hunde vorgestellt. Alle Hunde waren schussfest und spurlaut und konnten somit die Prüfung bestehen. Das ist ein höchst erfreuliches Ergebnis.

 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und wünschen Ihnen bei der weiteren Arbeit mit Ihren Hunden viel Erfolg.

 

Pia Altmann, Ulrich Alber

(Prüfungsobleute)

 

 

 

 

 

Übungstag im Schwarzwildgewöhnungsgatter

 

Sieben Wälderdackel übten im Juli zusammen mit ihren Führern im neu eröffneten Schwarzwildgewöhnungsgatter des LJV Baden-Württemberg (Main-Tauber-Kreis). Unter der fachgerechten Anleitung durch den Gattermeister wurden die Hunde zielgerichtet auf die Arbeit am Schwarzwild vorbereitet. Je nach Alter und bisheriger Erfahrung mit Schwarzwild wurden unsere Wälderdackel auf verschiedenste Weise mit den Sauen in Kontakt gebracht.

 

Sechs unserer Hunde wurden den Erwartungen voll gerecht. Sie zeigten mit ihrer kontrollierten Schärfe und ihrem anhaltenden Laut ein Verhalten, das wir von unseren Hunden bestens kennen. Bei einem Hund muss die weitere Entwicklung abgewartet werden.

 

Alle Beteiligten konnten wichtige Erkenntnisse und Eindrücke mit nach Hause nehmen. Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Schwarzwildbestände und dem Einsatz unserer Hunde auf Jagden mit Schwarzwildvorkommen werden wir auch nächstes Jahr wieder einen gemeinsamen Übungstermin veranstalten.

 

Den diesjährigen Übungstermin organisierte unser Vereinsmitglied Bernd Krugger. Für diesen Einsatz  bedanken wir uns seitens des Vereins ganz herzlich.

 

Ulrich Alber (stellv. Prüfungsobmann)

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