Auf den Spuren des “Wälderdackels” gepirscht

Rasse oder Mischling ? Diese Frage wird unter Hundekennern wohl kaum jemand zufriedenstellend beantworten können. Bildmaterial und Bekundungen bodenständiger Jäger beweisen, dass in den Regionen des Schwarzwaldes, dessen Vorbergzone und auch auf der Schwäbischen Alb (dort lautete die Bezeichnung “Kaiserhunde”) ein brackenähnlicher Schlag bekannt und verbreitet war.

Zu der Zeit, als man den Begriff “Verkehrsvernetzung” noch nicht kannte, war der einfachen Landbevölkerung ein weites Umherreisen selten möglich. Als Tausch- und Handelsort boten sich die traditionellen Taubenmärkte an, wo der eine oder andere Jäger “seinen Wälderdackel” fand.

Die traditionsbewussten Jäger vergaben Hundenamen wie Hecker (aufst. Bauernführer des nördlichen Schwarzwaldes, Mitte 19. Jahrhundert), Steber (von stöbern), Jockel, Strolch, Hexe, Waldi usw. häufig auch an Hunde späterer Generationen, basierend auf gemeinsamen Jagderlebnissen und gewissermassen auch als Verkörperung legendärer, einzigartiger Charaktere.

Diese passionierten, fährtensicheren, spurlauten und wildscharfen Jagdhunde waren und sind auch heute noch, ganz besonders unter den ländlichen Jägern, geschätzt und beliebt. Man kann davon ausgehen, dass überwiegend gezielt für den jagdlichen Gebrauch gezüchtet und die Blutlinien genetisch fixiert wurden.

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